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Stammzellen

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Einleitung

Stammzellen sind Ausgangszellen des menschlichen Körpers, die zweierlei tun können. Sie können Kopien von sich selbst machen oder andere Zelltypen erzeugen. Im sehr frühen Embryo gibt es Stammzellen, die sich langsam spezialisieren, um alle Zellen des Körpers zu bilden.

Die medizinische Bedeutung von Stammzellen

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Einleitung

Stammzellen sind Ausgangszellen des menschlichen Körpers, die zweierlei tun können. Sie können Kopien von sich selbst machen oder andere Zelltypen erzeugen. Im sehr frühen Embryo gibt es Stammzellen, die sich langsam spezialisieren, um alle Zellen des Körpers zu bilden.

Die medizinische Bedeutung von Stammzellen

Stammzellen aus Embryonen können nicht direkt in einen erwachsene Körper injiziert werden, weil das Risiko besteht, dass sie sich weiter vermehren und krebserzeugend wirken. Unter speziellen Bedingungen können sie jedoch angeregt werden, sich (im Prinzip) in jeden Zelltyp des Körpers zu differenzieren. Das gäbe eine Quelle, um Zellen zu ersetzen, die normalerweise nicht ersetzbar sind, wenn sie beschädigt sind, wie Herz- und Nervenzellen.
Zum Beispiel ein Patient mit Rückenmarksschäden: Diesem könnte geholfen werden, wenn Nervenzellen in das Rückenmark injiziert würden. Nervenzellen könnten auch die Parkinson Krankheit verlangsamen oder eindämmen. Das Potenzial ist sicher groß, aber in diesem frühen Stadium der Forschung ist es schwierig zu wissen, wie viele diese Hoffnungen wirklich brauchbare Therapien werden. Embryos auf diese Weise zu gebrauchen wird jedoch sehr kontrovers diskutiert.

Created 8 September 2010
Last edited 30 August 2018
Topics Ethics, Health, Science
Original English

Policy positions

Policy position 1

Stammzellforschung darf nur an adulten oder Nabelschnurzellen durchgeführt werden.

Policy position 2

Zusätzlich zu adulten oder Nabelschnurzellen darf Stammzellforschung auch an "überzähligen" Embryonen (weniger als 14 Tage alt), die sonst zerstört würden, durchgeführt werden.

Policy position 3

Zusätzlich zu Position 2 darf Stammzellforschung an speziell für die Forschung durch IVF hergestellten Embryonen durchgeführt werden.

Policy position 4

Zusätzlich zu Position 3 dürfen Embryonen auch für die Stammzellforschung geklont werden.

Story cards

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Marias Periode blieb aus und sie macht sich Sorgen, dass sie schwanger ist. Sie bekam viele widersprüchliche Ratschläge. Ihre Mutter denkt, dass das Leben mit der Befruchtung der Eizelle durch die Samenzelle beginnt Aber ihr Arzt sagt, dass der Embryo in den ersten Tagen nur ein Bündel von Stammzellen ist. Ihr Partner wäre mit einer Abtreibung innerhalb der üblichen 12-Wochen Frist einverstanden. Maria weiß jedoch, dass schon in der zehnten Schwangerschaftswoche die Gehirnstruktur angelegt ist und das Gesicht des Fötusmenschlich aussieht. Sie ist verwirrt.

Maria’s Geschichte
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Frau Elisabeth Mayer ist seit fünf Jahren verheiratet. Sie wünscht sich Kinder, aber bisher hat es nicht geklappt. Deshalb haben sie und ihr Ehemann mit einer IVF-Behandlung begonnen. Der erste Behandlungszyklus ist fehlgeschlagen, jedoch haben sie noch sechs Embryonen im Gefrierschrank. Alle sechs haben Namen. In einem Formular wurden sie gefragt, ob sie bereit wären, einige der Embryonen aus der IVF-Behandlung für die Stammzellforschung zu spenden. Der Gedanke, dass mit den Embryonen Experimente durchgeführt werden, erschreckt Elisabeth.

Frau Elisabeth Mayer
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Pfarrer Weinmann ist katholischer Priester. Er sieht viele leidende Menschen auf der Welt und in seinem Heimatland und empfindet großes Mitgefühl für sie. Er steht jedoch zu den Lehren seiner Kirche und glaubt, dass der menschliche Embryo ab dem Zeitpunkt der Befruchtung heiliges, von Gott gegebenes Leben ist. Einer Strömung seiner Kirche getreu glaubt Pfarrer Weinmann, dass der menschliche Embryo ab dem Zeitpunkt der Empfängnis gottgewolltes Leben ist. Das bedeutet, dass jede Art von Forschung an Embryonen inakzeptabel ist. Experimente sollen nur mit Stammzellen aus Nabelschnurblut durchgeführt werden. Er glaubt, dass sich WissenschaftlerInnen nicht mit den spirituellen Gesetzen auseinandersetzen. Sie sollten von jenen, die das tun, geführt werden.

Pfarrer Weinmann
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Áron Sárallyai
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Sir Grant Cameron leitet eines der führenden Teams in der Stammzellforschung. Er ist beunruhigt über die für ihn offensichtlich emotionalen Einwände der Gegner von Embryonenforschung. Es ist irrational, einem Zellhaufen in diesem frühen Entwicklungsstadium den moralischen Status eines Menschen zuzuschreiben. In Medienauftritten argumentiert er für eine intelligente, rationale Debatte. Wie kann man eine Heilung für so viele verweigern? Er findet es unmoralisch, dieser Forschung im Wege zu stehen, die Heilung für degenerative Krankheiten finden könnte.

Sir Grant Cameron
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Janice Fortune war immer schon Unternehmerin. Sie baut eine Firma auf, die menschliche Stammzellen für Forschung und spätere klinische Anwendungen herstellt. Sie sorgt sich um kranke Menschen und weiß um die ethischen Aspekte, aber ihre Hauptsorge ist, wie man eine Firma am Leben hält, wenn es bis zu den großen Erfolgen der Stammzellen noch 10 Jahre dauern könnte. Wenn Embryonen den schnellsten Erfolg versprechen, wird sie sie verwenden, wenn adulte Stammzellen besser ausschauen, wird sie diesen Weg einschlagen.

Janice Fortune
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Ted Murdoch ist 50 Jahre alt und erfolgreich in seiner Arbeit. Er steht seiner Familie nahe und freut sich auf seine Pension. Aber er hat die Diagnose Parkinson bekommen und verliert bereits einige seiner Fähigkeiten. Diese Krankheit ängstigt ihn. Er wird langsam sterben und wahrscheinlich dabei seiner Familie viele Schmerzen verursachen. Er möchte keine Belastung sein. Er hat von Stammzellen als Heilungschance gehört und glaubt, dass sie Menschen wie ihn retten könnten. Er wird ein starker Befürworter der Stammzellforschung an Embryonen. Gemeinsam können sie sicher die Krankheit besiegen.

Ted Murdoch
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Amanda ist eine junge Zellbiologin in einem führenden Stammzellforschungsinstitut. Kürzlich hat die Regierung ihrem Vorgesetzten erlaubt, geklonte Embryonen zu verwenden, die aus der Blutprobe eines Patienten mit einer motorischen Nervenkrankheit hergestellt werden sollen. Stammzellen daraus würden eingesetzt werden, um eine Quelle für Zellen mit dieser Krankheit zu haben. Amanda hat Bedenken, Embryonen nur für die Forschung herzustellen. Sie fürchtet, dass exzentrische Wissenschaftler die Ergebnisse verwenden könnten um Babys zu klonen. Das Projekt ist ein Versuch, aber es könnte einen wirklichen Durchbruch im Verständnis einer schrecklichen Krankheit bedeuten. Sie versucht für sich herauszufinden, wie sie dazu steht.

Amanda Prentice
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Zed ist Transhumanist. Für ihn ist regenerative Medizin mit Stammzellen nur ein kurzfristiges Ziel. Er erwartet ein Zusammenspiel von Klonen, Gentechnik, Stammzellen, Gehirnforschung, kybernetischer und nanotechnologischer Forschung, das unter anderem dauerhafte genetische Änderungen beim Menschen eröffnet. Diese würden nicht nur genetische Krankheiten eliminieren, sondern auch Verbesserungen ermöglichen. Wir könnten unsere Intelligenz erweitern, unsere sensorischen Kapazitäten aufstocken, unsere Ausdauer erhöhen und den Alterungsprozess überwinden. Er verachtet unsere gegenwärtige religiöse und ethische Kurzsichtigkeit. Wir sollten unser menschliches Schicksal in die Hand nehmen. Jede Regulierung riskiert, uns dieses Schicksal zu verweigern.

Zed Omega
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Dr. Sharon Taylor is a neurosurgeon and often sees patients who are paralysed as a result of a serious injury to their spinal cord. She keeps up to date with the latest developments and is keen to try the latest technologies, but she is worried that stem cells are often presented as a magical cure. She feels under pressure from patients and their families to perform stem cell transplants whatever the risk. However, she knows that such therapies have not been thoroughly tested and clinical trials are only just beginning. She is not prepared to use stem cells until a safe and effective therapy is available, but she worries that desperate patients will turn to unscrupulous people who might exploit them to make money, despite health risks.

Dr. Sharon Taylor

INFO CARDSISSUE CARDS

Ein großes Potenzial

Wenn die Fähigkeiten der embryonalen Stammzellen genützt werden können und keine Argumente gegen deren Einsatz sprechen, können wir möglicherweise viele bisher unheilbare Krankheiten behandeln.

Leben

Wann beginnt das menschliche Leben?

Was ist ein Embryo?

Welchen Status sollen wir einem 14 Tage altem Embryo geben?

• Nur ein Zellhaufen
• Ein mögliches oder sich entwickelndes menschliches Leben?
• Ein vollständiger Mensch?

Rechtfertigung der Forschung

Ist die Aussicht auf Behandlung von derzeit unheilbaren Krankheiten ausreichend Rechtfertigung für die Verwendung von embryonalen Stammzellen in der Forschung?

Ein ethischer Konflikt

Ist Forschung an embryonalen Stammzellen falsch, weil es inakzeptabel ist, neues Leben zu zerstören, obwohl dadurch das Leben eines kranken Menschen gerettet werden könnte?

Wessen moralische Werte?

Sollen wir uns eine eigene Meinung über die Welt, in der wir leben möchten, bilden und nicht an frühere moralische Werte gebunden sein?

Wissenschaft und menschliche Werte

Sollen wir darauf achten, tief verwurzelte menschliche Werte nicht unter dem Druck wissenschaftlicher Neuerungen zu opfern?

Welche Verwendung von Embryonen ist gerechtfertigt?

Ist es falsch, Embryonen nur zum Zwecke der Stammzellforschung herzustellen, jedoch in Ordnung, überschüssige Embryonen aus der IVF oder der Embryonenselektion zu verwenden, die sonst zerstört würden?

Ersatzteillager?

Wenn wir Embryonen nur erzeugen, um daraus Stammzellen herzustellen, ist das so, als ob sie als Ersatzteillager dienen würden?

Andere Themen bezüglich Schwangerschaft

Sollen wir IVF (in vitro Fertilisation oder “Eprouvetten-Kinder”) oder PID (Embryoselektion um schweren genetischen Krankheiten vorzubeugen) erlauben?

Ein Dammbruch?

Ist die Erzeugung und Verwendung geklonter Embryonen ein Schritt in Richtung Erschaffung von geklonten menschlichen Babys?

Schritt für Schritt?

Sollen wir mit geklonten Embryonen erst dann forschen, wenn wir das Potenzial von Stammzellen, die aus überschüssigen Embryonen aus IVF oder aus erwachsenen Geweben stammen, gänzlich untersucht haben?

Welche moralischen Grenzen soll die Wissenschaft haben?

Sollen wir der Wissenschaft moralische Grenzen setzen und nur nicht-embryonale Stammzellforschung erlauben? Würden wir dennoch den gesamten erwarteten Nutzen von Stammzellen haben?

Willkürliche Grenzen?

Basieren die Grenzen wie z.B. in Großbritannien von 14 Tagen für die Embryonenforschung und die verschiedenen Fristen für Abtreibung auf Wissenschaft, moralischen Unterschieden oder sind sie lediglich willkürliche gesetzliche Grenzen?

Anwendungen der Wissenschaft einschränken

Ein UNO-Verbot des Klonens von Menschen wurde vorgeschlagen. Soll die Gesellschaft danach streben, bestimmte Anwendungen der Wissenschaft einzuschränken? Oder wird sowieso getan, was machbar ist?

Wer soll beteiligt sein?

Wer soll an der Entwicklung von Stammzelltechnologien und Stammzelltherapien beteiligt sein – Regierung, Privatunternehmen, Stiftungen oder Treuhandfonds?

Andere Verwendungszwecke für das Geld

Sollen die Forschungsgelder für die gesamte Stammzellforschung in das Budget für die Entwicklungshilfe umverteilt werden, um die medizinische Grundversorgung in armen Ländern zu verbessern?

Auswirkungen auf Entwicklungsländer

Werden diese Technologien die Kluft zwischen “arm” und “reich” verkleinern oder vergrößern?

In der Stammzellenforschung geht es nicht nur um Embryos

Wenn die gesamten Fördergelder für Stammzellforschung eingefroren würden, könnte dies das Aus der Forschung an adulten Stammzellen in Knochenmarkstransplantaten zur Behandlung von Leukämie bedeuten.

Steigende Erwartungen

Wecken wir fälschlicherweise die Erwartungen, Menschen mit degenerativen Erkrankungen heilen zu können?

Embryonenforschung und Lebensqualität

Inwieweit sind wir berechtigt, umstrittene Forschung an Embryonen durchzuführen, um einer alternden Population das Leben zu verlängern? Und was, wenn die Lebensqualität im sehr hohen Alter nicht verbessert werden kann?

Akzeptieren, dass wir alle irgendwann sterben

Hat die medizinische Forschung vielleicht eine Grenze? Gibt es einen Punkt, an dem wir die eigene Sterblichkeit und die Tatsache des Leidens akzeptieren müssen?

Eine Frage der Demokratie

Wie demokratisch ist die Politik bei diesen Themen und wie demokratisch soll sie sein?

Die Rolle der Gesellschaft

Auch in der Medizin dürfen ForscherInnen nicht ihre eigenen Regeln aufstellen, um ihre Ziele zu erreichen.

Die Gesellschaft hat ein Recht darauf zu sagen, was erforscht und was nicht erforscht werden soll.

Was sind Stammzellen?

Stammzellen sind Ausgangszellen des menschlichen Körpers, die entweder Kopien von sich selbst oder andere Zelltypen erzeugen können.

Stammzellen in Embryos und Erwachsenen

Im Embryo spezialisieren sich Stammzellen langsam, um alle Körperzellen zu bilden. Im erwachsenen Gewebe gibt es Stammzellen, die bestimmte Körperzellen während des ganzen Lebens regenerieren.

Woher kommen Stammzellen?

Menschliche Stammzellen wurden bereits gewonnen aus:
• Embryonen
• Einigen adulten Gewebe (z.B. Knochenmark)
• Nabelschnurblut
• Föten
• Fruchtwasser

Aufbewahrung und Verwendung von Stammzellen

Wissenschaftler können Stammzellen isolieren und im Labor unbegrenzt halten. Sie können manche Stammzellen anregen, sich in andere Zelltypen zu differenzieren (Nerven, Haut).

Vorteile von Stammzellen

Stammzellen – oder aus diesen gebildete Körperzellen – könnten einige degenerative (zerstörende) Krankheiten verlangsamen oder eindämmen, beschädigtes Gewebe reparieren oder Verbrennungen heilen.

Was sind degenerative Krankheiten?

Degenerative Krankheiten können Menschen von der Kindheit bis ins Alter betreffen. Darunter fallen:

• Parkinson
• Diabetes
• Zystische Fibrose
• Multiple Sklerose
• Muskeldystrophie
• Leukämie
• Hepatitis
• Osteoporose

Stand der Forschung

Die Forschung ist in einem frühen Stadium. Eines Tages könnten Stammzellen für den Ersatz von erkrankten Zellen oder Geweben verwendet werden, aber es ist unbekannt, wie effektiv diese sein werden.

Entnahme von embryonalen Stammzellen

Embryonale Stammzellen werden in der Regel von Embryonen entnommen, die per In-vitro-Fertilisation erzeugt wurden. Die Zellen werden entnommen, sobald der Embryo etwa eine Woche alt ist, über 30 bis 150 undifferenzierte Zellen verfügt und 0,14 Millimeter misst. Anschließend wird der Embryo beseitigt.

Aus welchen Embryonen kommen Stammzellen?

Die in der Forschung verwendeten Embryonen sind zumeist „Überschuss“ aus klinischen Behandlungen wie IVF. Selten werden sie spezifisch für die Forschung erzeugt.

Überzählige Embryonen

Bei der in vitro Fertilisation (IVF) entstehen überzählige Embryonen, wenn mehr Embryonen erzeugt werden als ein Paar einsetzen will. Derzeit werden hunderttausende Embryonen in Europa aufbewahrt und sind für die Beseitigung vorgesehen.

Adulte Stammzellen

Stammzellen findet man in adultem Gewebe wie Knochenmark und Blut. Sie sind selten und schwer zu isolieren.

Grenzen von adulten Stammzellen

Adulte Stammzellen produzieren meist nur die wenigen Zelltypen des entsprechenden Gewebes (z.B. Knochenmark produziert verschiedene Blutzellen, aber keine Leberzellen).

Derzeitige Grenzen von adulten Stammzellen überwinden

Die aktuelle Forschung zeigt, dass es möglich sein könnte, einige adulte Stammzellen in nicht verwandte Zellen zu differenzieren (z.B. Knochenmark in Nervenzellen). Diese Forschung ist erst im frühen Stadium.

Stammzellen aus Nabelschnurblut

Bei der Geburt werden Stammzellen im Nabelschnurblut gefunden. Sie sind wenig differenzierte, adulte Stammzellen, häufiger als in anderen Geweben, leichter zu isolieren und könnten weniger Risiko einer Abstoßung bedeuten.

Nabelschnurblutbanken

Wenn Zellen aus Nabelschnurblut in andere Zelltypen differenziert werden könnten, so könnten diese bei der Geburt in einer „Bank“ eingefroren werden, um für Zelltherapien im Verlauf des Lebens verfügbar zu se

Das 14-Tage-Limit

In der Entwicklung menschlichen Lebens nistet sich der Embryo 7 Tage nach der Befruchtung in der Gebärmutter ein, und die ersten Schritte der Zelldifferenzierung beginnen. Nach 14 Tagen setzen die ersten Entwicklungsstadien des Nervensystems ein. Bis zu diesem Zeitpunkt ist eine Verwendung des Embryos zu Forschungszwecken erlaubt.

Gründe für die 14 Tage Grenze

Vor der 14-Tage-Grenze könnte ein Embryo sich in Zwillinge teilen und viele Embryonen gehen von selbst ab.
Nach 14 Tagen ist die Einnistung des Embryos in der Gebärmutter abgeschlossen.

Verschiedene Länder, verschiedene Gesetze

Einige EU Länder wie Österreich erlauben keine Stammzellforschung an Embryonen. In Deutschland dürfen embryonale Stammzellen importiert und beforscht, jedoch nicht hergestellt werden. Einige Länder erlauben sie nur an überzähligen Embryonen aus der IVF. Großbritannien erlaubt es, Embryonen für die Stammzellforschung herzustellen, auch durch Klonen.

Ziel und Prozess beim Klonen

In Großbritannien ist das Austragen eines geklonten menschlichen Babys verboten (reproduktives Klonen), die Gewinnung von geklonten menschlichen Embryonen und deren Heranbildung während eines Zeitraums von bis zu 14 Tagen zur Entnahme von Stammzellen ist jedoch erlaubt (therapeutisches Klonen). Der Unterschied liegt im Zweck, nicht im Prozess.

Hybrid-Embryonen
Abstoßung verhindern

Therapeutisches Klonen versucht, den Körper eines Patienten davor zu bewahren, Stammzellen als fremdes Gewebe abzustoßen, indem aus den eigenen Zellen des Patienten ein Embryo geklont wird und die Stammzellen daraus verwendet

Wie funktioniert therapeutisches Klonen?

Beim therapeutischen Klonen würden Körperzellen eines Patienten mit einer menschlichen Eizelle fusioniert, deren DNA entfernt wurde. Damit entsteht ein geklonter Embryo des Patienten.

Abtreibung aus sozialen oder medizinischen Gründen

In Österreich und Deutschland darf bis Ende der 12. Woche eine Abtreibung auf Wunsch der Mutter nach einer Beratung erfolgen. Wenn es medizinische Gründe dafür gibt, ist ein Schwangerschaftsabbruch auch danach möglich. Aus sozialen Gründen (wenn sich die Schwangere in „besonderer Bedrängnis“ befindet) ist eine Abtreibung in Dt. bis zur 22. Woche straffrei.

Klonen und die UNO

2004 scheiterte ein Verbot des Klonens innerhalb der Vereinten Nationen. Alle Nationen unterstützen das Verbot des reproduktiven Klonens, aber einige wollten auch ein Verbot der Forschung mit geklonten Embryonen, die andere erlauben.

Entwicklung des Fötus

Der Fötus entwickelt seine Gehirnstruktur ab der 10. Woche. Das zentrale Nervensystem beginnt mit seiner Entwicklung zwischen dem 19. und 23. Tag. Die Frist für Abtreibungen in Großbritannien ist die 24. Woche, wenn der Fötus beginnt, auf Licht, Schall und Bewegung zu reagieren. Die Frist für Forschung an Embryonen ist dort jedoch 14 Tage. In Österreich und Deutschland ist die verbrauchende Forschung an Embryonen verboten.

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Die vorherrschende jüdische Sichtweise

Bis 40 Tage nach der Befruchtung ist der Embryo nach jüdischen Regeln kein „menschliches Leben“. Die Entnahme von Zellen eines Embryos gilt daher als ethisch neutral.

Die römisch-katholische Sichtweise

- Contra: Menschliches Leben beginnt mit dem Einzellenstadium.
- Pro: Nach Auffassung des Hl. Thomas von Aquin führt Gott die menschliche Seele schrittweise in den Embryo ein: die pflanzliche Seele, die fühlende Seele und dann die menschliche Seele.

Die protestantische Sichtweise

Ein weites Spektrum von Sichtweisen umfasst sowohl die bedingungslose Ablehnung der embryonalen Stammzellforschung als auch die Zustimmung zur Klonierung zu Behandlungszwecken.

Die muslimische Sichtweise

Nach islamischem Recht empfängt der Embryo die Seele nicht vor dem vierten Schwangerschaftsmonat. Nach vorherrschendem muslimischer Auffassung ist die Stammzellforschung ethisch ne

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